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Berliner Verkehrsbetriebe (BVG)

Mobilitätslösungen für den urbanen Verkehr

Linien ausbauen und neue Verbindungen schaffen

Öffentliche Mobilität in der Zukunft verfügt über ein dichtes Verkehrsnetz. Die wichtigste Neubaumaßnahme im BVG-Netz ist der Lückenschluss der U-Bahnlinie U5 und damit die Anbindung des östlichen Stadtgebiets über den Alexanderplatz zum Hauptbahnhof.

Die neue Strecke wird voraussichtlich ab dem Jahr 2020 als Linie U5 zwischen Hönow über Brandenburger Tor zum Hauptbahnhof fahren. Die Verbindung bietet ein zusätzliches Angebot für zirka 155.000 Fahrgäste täglich und trägt zur Umweltfreundlichkeit bei – anstelle der heute 15.000 Autos täglich werden in Zukunft 3.500 Autos weniger, also 11.500 Autos auf der Straße Unter den Linden unterwegs sein.

Während am Lückenschluss der U5 weitergebaut wird, ist ein weiteres Infrastrukturprojekt so gut wie abgeschlossen. Seit Dezember 2014 fährt die Straßenbahnlinie M5 nun zum Hauptbahnhof. Das Gesamtbauprojekt „Straßenbahnanbindung Hauptbahnhof“wird planmäßig im Sommer 2015 fertig sein. Dann werden auch die Metrotramlinien M8 und M10 vom Nordbahnhof kommend die neue Strecke bedienen.

Die Verlängerung der M10 verbessert insbesondere die Anbindung der Stadtteile Prenzlauer Berg und Friedrichshain an den Hauptbahnhof und damit an Berlins wichtigsten Fernbahnhof.

Öffentlichen Nahverkehr nachhaltiger gestalten

Intelligente Verkehrslösungen im urbanen Raum sind undenkbar ohne einen energieeffizienten und klimaschonenden Ressourceneinsatz. Der Nahverkehr leistet heute schon einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Alle 947 Millionen BVG-Fahrgäste 2013 haben rund 790 Millionen Pkw-Fahrten und damit 400.000 Tonnen CO2 eingespart. Schon heute sind 64 Prozent der BVG- Fahrgäste mit U-Bahn und Straßenbahn elektrisch unterwegs. Ziel der BVG ist es, Emissionen dauerhaft zu verringern.

Berlin wird ab Sommer 2015 als erste europäische Hauptstadt auf einer kompletten Innenstadtlinie E-Busse mit kabellosem Ladesystem testen. Das Modellprojekt ist Teil des„Internationalen Schaufensters Elektromobilität Berlin-Brandenburg“. Ziel ist es, Innovationen zu fördern und damit das Leben in der Stadt nachhaltiger zu gestalten. Die E-Busse versorgen sich über Ladeplatten in der Fahrbahn mit Energie und sind innerhalb von 6 Minuten wieder einsatzbereit.

Auch im Fährbetrieb setzt die BVG auf erneuerbare Energie. Seit dem Frühjahr 2014 fahren 4 Solarfähren im Berliner Südosten. Angetrieben werden die Schiffe von Elektromotoren. Die Versorgung mit Energie erfolgt über Solarzellen auf dem Dach der Fähren.

Im Interesse von Fahrgästen und Anwohnern in einer Stadt mit wachsendem Verkehrsaufkommen setzt die BVG auf bewährte Konzepte zur Reduzierung der Lärmemissionen an Fahrzeugen und Gleisen. In den vergangenen 10 Jahren hat die BVG zirka 73 Kilometer lärmminderndes Berliner Straßenbahngleis neu verlegt. Über 50 Kilometer Rasengleise reduzieren die Flächenversiegelung sowie die Luftbelastung und Lärmbelästigung.

E-Bus-Ladestation (Quelle: Bombardier Transportation GmbH)

Fahrzeuge und Bahnhöfe an Bedürfnisse aller Fahrgäste anpassen

Ob bei U-Bahn, bei Straßenbahnen und Bus oder im öffentlichen Raum– besondere Priorität für ein attraktives Nahverkehrssystem hat die Modernisierung und Instandhaltung der baulichen Anlagen. Dabei wird besonders in barrierefreie und bequeme Zugangsmöglichkeiten für alle Kundengruppen investiert.

Ende 2014 verfügten bereits 108 von 173 U-Bahnhöfen über einen Aufzug oder eine Rampe. Für den barrierefreien Zugang zu den Mobilitätsangeboten der BVG wurde ein taktiles Leitsystem für Blinde und sehbehinderte Fahrgäste entwickelt, das bereits auf 115 Bahnhöfen installiert wurde. Die BVG ist zuversichtlich, dass bis zum Jahr 2020 alle U-Bahnhöfe barrierefrei sein werden.

Auch der Fuhrpark der BVG wird in naher Zukunft zu 100 Prozent barrierefrei sein. Bis 2017 werden 142 Straßenbahnen vom Typ FLEXITY, von denen bereits 84 in Betrieb sind, Deutschlands größte Straßenbahnflotte barrierefrei machen. Die Busse der BVG sind bereits barrierefrei. Sie senken sich an jeder Haltestelle automatisch ab, um jedem Fahrgast das Ein- und Aussteigen auch ohne fremde Hilfe zu ermöglichen. Erst vor kurzem hat die BVG einen neuen Gelenkbus des Typs „Scania Citywide LFA“ in Betrieb genommen, der noch mehr Platz für Rollstühle und Kinderwagen bietet. Zusätzlich testet sie demnächst einen neuen Doppeldeckerbus vom Hersteller Scania, der über LED- Beleuchtung an den Stufen und an den Seitenwänden der Treppe und USB-Anschlüsse an jeder Sitzreihe im Oberdeck verfügt. Die BVG kommt damit den veränderten digitalen Gewohnheiten ihrer Fahrgäste entgegen.


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